Der Einstieg beim Bundesheer

Sei dir bewusst: Der Beruf der Soldatin oder des Soldaten ist eine Herausforderung, du wirst es nicht immer leicht haben. In gleichem Maße entscheidest du dich aber auch für einen äußerst erlebnisreichen Job, bei dem Langeweile ein Fremdwort ist.

Alles beginnt mit dem Abgeben einer sogenannten freiwilligen Meldung. Ab 18 kannst du selbst eine freiwillige Meldung abgeben, ab 17 nur mit Zustimmung deiner Eltern.

Wenn du beim Bundesheer arbeiten möchtest, musst du nicht erst deinen Grundwehrdienst abwarten. Idealerweise gibst du deine freiwillige Meldung bereits vor der Stellung oder auch vor dem Einrücken zum Grundwehrdienst ab und steigst so direkt in die Ausbildung ein. Damit ersparst du dir den Grundwehrdienst (sofern du die geplanten sechs Monate Ausbildungsdienst auch wirklich bis zum Ende absolvierst).

Hunderte Rekruten stehen in Reihen Rekruten bei der Angelobung: Wenn du eine Karriere beim Bundesheer beginnen willst, musst du nicht erst den Grundwehrdienst abwarten, sondern kannst bereits davor in die Ausbildung deiner Wahl einsteigen.

Generell gilt: Je früher du dich für eine Karriere beim Bundesheer entscheidest, desto besser. Umgekehrt geht die Rechnung nämlich nicht auf: Wenn du dich nach Absolvieren des Grundwehrdienstes für eine Karriere beim Heer entscheidest, wirst du den Ausbildungsdienst trotzdem absolvieren müssen.

1. Wie du dich vorbereitest und trainierst

Mach dich schlau über die vielen Möglichkeiten, die du beim Bundesheer hast. Du solltest nicht nur wählen, ob du Unteroffizier, Offizier oder Soldatin oder Soldat auf Zeit sein willst – denn das alleine ist noch kein Beruf. Wichtig ist es auch, dir zu überlegen, welchen „Job“ du machen willst.

Bei uns kannst du im Notfalldienst, in der Militärpolizei, im Bereich der Fernmelder, Piloten, Luftaufklärer, Kampfmittelbeseitiger, als Technikerin oder Techniker der Flieger, im Transportwesen oder der Führungsunterstützung arbeiten – das ist nur eine kleine Auswahl deiner Möglichkeiten. Unsere Wehrdienstberater sind Soldatinnen und Soldaten mit viel Erfahrung, sie beantworten dir gerne alle Fragen zum Thema und erläutern dir die Vor- und Nachteile der verschiedenen Modelle und Berufsbilder.

Probiere unser Tool, um herauszufinden, in welchem Job du deine Leidenschaften am besten verwirklichen kannst: Du wählst drei Leidenschaften aus und wir schlagen dir drei interessante Jobs im Bundesheer vor.

Der Weg beim Bundesheer dauert einige Zeit: Beginne noch heute mit dem Training, um dich auf die Eignungsprüfung vorzubereiten. Nicht nur bei der Eignungsprüfung, sondern auch in deinem Soldatenalltag danach ist Fitness unerlässlich. Sei dir bewusst: Körperliches Training wird dich ab nun während deiner gesamten Karriere als Soldatin oder Soldat begleiten.

2. Freiwillige Meldung abgeben und zur Eignungsprüfung antreten

Wenn du österreichische Staatsbürgerin oder österreichischer Staatsbürger bist: Nimm Kontakt zu unseren Wehrdienstberatern auf, gib deine freiwillige Meldung ab. Unter Anleitung von Bundesheer-Trainern bereitest du dich nach Abgabe der freiwilligen Meldung auf die Eignungsprüfung vor, zum Beispiel in Form eines eigenen Vorbereitungswochenendes. Bei der Prüfung wird deine gesundheitliche und psychologische Eignung sowie deine körperliche Leistungsfähigkeit überprüft, außerdem musst du einen Deutschtest positiv bestehen.

Gruppe von Männern beim Laufen Bei der Eignungsprüfung wird festgestellt, ob die Ausbildung zur Soldatin oder zum Soldaten für dich körperlich und geistig machbar ist.

Der sportliche Teil der Eignungsprüfung besteht aus diesen Aufgaben:

  • Liegestütze
  • 2400m-Lauf
  • Jump & Reach (Standhochsprung)
  • Klimmzüge im Schräghang
  • Schwimmen: Sprung aus 1 Meter Höhe, 15 Minuten Schwimmen in erkennbarem Brust- oder Kraulstil

3. Einrücken – es geht los!

Junge Männer in Zivil in einer Kaserne Einrücken: Nun beginnt das Leben als Soldatin oder Soldat.

Du hast das Auswahlverfahren bestanden: Jetzt heißt die nächste Station "Einrücken" - der Tag, an dem du deine Ausbildung zum Unteroffizier, Offizier oder zu Soldatin oder Soldat auf Zeit beginnst. Möglich ist das für angehende Unteroffiziere und Offiziere im März und September, KPE-Soldatinnen oder -Soldaten, also Militärpersonen auf Zeit, können bei jedem Einrücktermin in ganz Österreich einberufen werden.

4. Was du in der Ausbildung lernst



Während der ersten Monate wirst du in den Grundfertigkeiten des Soldatenberufs ausgebildet. Du lernst, Waffen und Ausrüstung zu bedienen und natürlich das richtige Verhalten als Soldatin oder Soldat in der Kaserne und im Gelände. Diese Ausbildung absolvieren angehende Offiziere oder Unteroffiziere bei einer sogenannten Lehrkompanie. Als künftige Soldatin oder Soldat in einer Kaderpräsenzeinheit wirst du im Rahmen eines „normalen“ Einrückungstermins (also gemeinsam mit Kameraden, die den Grundwehrdienst leisten) bei jenem Verband ausgebildet, den du gewählt hast.

Danach schlägst du deinen speziellen Ausbildungsweg ein - die Laufbahn als Unteroffizier, Offizier oder den Dienst in einer Kaderpräsenzeinheit.