Fragen und Antworten

Häufige Fragen an die Wehrdienstberatung

 

Fragen zu Karrierewegen

 

Wann muss ich mich für eine Waffengattung entschieden haben?

Wir empfehlen, sich vorab online über die Waffengattungen zu informieren. Auch auf der Facebook-Seite finden Sie viele Postings über die Waffengattungen. Außerdem beantworten die Soldatinnen und Soldaten der Wehrdienstberatung Ihre Fragen. Eine erste Festlegung findet dann beim Beratungsgespräch selbst statt. Eventuelle Änderungswünsche können Sie im Zuge der Eignungsprüfung in Wels bekannt geben, danach ist ein Wechsel nicht mehr möglich.

Ich kann mich für keine Waffengattung entscheiden. Wo kann ich mich informieren?

Auf www.bundesheer.at finden Sie eine Übersicht über alle Waffengattungen. Auch auf Facebook, YouTube oder Instagram finden Sie laufend Informationen über die einzelnen Waffengattungen im Bundesheer.

Wenn ich mich für eine Waffengattung entschieden habe, mache ich dann bei diesem Verband auch meine Ausbildung?

Nein. Die Ausbildung von Unteroffizieren und Offizieren findet in Lehrkompanien und an der jeweiligen Waffengattungsschule statt und wird an der Heeresunteroffiziersakademie, an der Militärakademie oder in der Milizausbildung fortgesetzt. Erst nach Ende der Ausbildung kommen Sie zu jenem Verband, dem Sie zugewiesen wurden.

Kann ich mir meinen zukünftigen Arbeitsort (Kaserne), den Arbeitsplatz und die Waffengattung aussuchen?

Ja, beim Einplanungsgespräch im Zuge der Eignungsprüfung werden mit Ihnen Ihre zukünftige Verwendung sowie der Einrückungstermin und –ort vereinbart.

Ich möchte Leistungssportlerin bzw. Leistungssportler werden, wo muss ich mich melden?

Der Leistungssport wird im Bundesheer hochgehalten. Den Einstieg beantragt allerdings der jeweilige Bundesfachverband Ihrer Sportart für Sie bei der Bundes-Sportorganisation. Die Erfordernisse und Voraussetzungen hierfür finden Sie auf bundesheer.at.

Ich will nach dem Wehrdienst studieren gehen – gibt es eine Möglichkeit, die Zeit bis zum Studium beim Bundesheer zu "überbrücken", ohne eine weitere Verpflichtung einzugehen?

Grundsätzlich versuchen wir, einen längerfristigen Nutzen von Soldaten zu haben, wenn wir in ihre Ausbildung investieren. Das heißt: ein bloßes Überbrücken ist nicht möglich. Ausnahmen gibt es für Grundwehrdiener, die eine "Spezialfunktion" erfüllen (z.B. Panzerfahrer); nehmen Sie hierfür Verbindung mit Ihrem dienstführenden Unteroffizier auf.

Ich bin Grundwehrdiener. Kann mir der Kompaniekommandant eine Laufbahn zum Berufs- oder Milizsoldaten verwehren?

Nein. Der Kompaniekommandant ist aber auch nicht verpflichtet, Ihnen einen Arbeitsplatz in der Kompanie anzubieten. Wenn Sie anderswo eine Laufbahn einschlagen wollen, ist das möglich. Kontaktieren Sie unsere Soldatinnen und Soldaten der Wehrdienstberatung!

Wie komme ich zur Militärpolizei?

Sie beginnen mit der Ausbildung für Berufsoffiziere oder Berufsunteroffiziere. Im Rahmen des ersten Ausbildungsabschnitts (Kaderanwärterausbildung 1) findet ein Auswahlverfahren für die Militärpolizei statt. Schaffen Sie das Auswahlverfahren nicht, wechseln Sie in jene Waffengattung, die Sie bereits bei der Einplanung als Alternative angegeben haben.

Wie kann ich Pilotin oder Pilot werden?

Grundsätzlich gilt das gleiche Bewerbungsverfahren wie zum Ausbildungsdienst. Für die Pilotenausbildung müssen Sie zusätzlich noch die mehrtägige Fliegertauglichkeitsuntersuchung bestehen, bei der Sie medizinisch besonders genau untersucht werden.

Welche Voraussetzung gelten für den Einstieg als Militärpilotin oder Militärpilot?

Voraussetzung für diesen Karriereweg ist der Abschluss der 9. Schulstufe, eine Lehrabschlussprüfung oder die Matura (falls sie künftig Jets fliegen wollen). Der erste Schritt ist die Abgabe Ihrer freiwilligen Meldung für die Ausbildung zur Pilotin oder zum Piloten. Bei der militärmedizinischen Untersuchung müssen Sie eine Wertungsziffer von zumindest 7 erreichen. Danach folgt die Einmeldung zur Fliegertauglichkeitsuntersuchung. Diese dauert etwa eine Woche und findet in Wien Stammersdorf statt. Für die Fliegertauglichkeit gelten im medizinischen Bereich besonders strenge Kriterien.

Wie werde ich Militärmusiker?

Vereinbaren Sie einen Vorspieltermin bei der jeweiligen Militärmusik in Ihrem Bundesland. Ist dieser positiv, werden Sie als Grundwehrdiener zur Militärmusik einberufen. Nach sechs Monaten Grundwehrdienst werden Sie noch sieben Monate als Militärperson auf Zeit weiterverwendet. Eine Weiterbestellung ist grundsätzlich nicht möglich, außer Sie entscheiden sich für eine Laufbahn zum Berufsunteroffizier und es besteht der entsprechende Bedarf.

Wie werde ich Militärmusikerin?

Vereinbaren Sie einen Vorspieltermin bei der jeweiligen Militärmusik. Ist dieser positiv, können Sie eine freiwillige Meldung zum Ausbildungsdienst abgeben. Danach werden Sie zu einer medizinischen Eignungsüberprüfung zugeteilt. Diese dauert einen Tag lang und findet in Linz statt. Wenn auch diese positiv ausfällt, können Sie zur Miltärmusik als sogenannte Person im Ausbildungsdienst für sechs Monate einrücken, danach verpflichten Sie sich für weitere sieben Monate als Militärperson auf Zeit.

Ich bin diplomierte Krankenschwester oder diplomierter Krankenpfleger und möchte gerne in den Auslandeinsatz gehen. Ist das möglich?

Ja. Geben Sie eine freiwillige Meldung FORMEIN ab. Danach müssen Sie noch die Eignungsprüfung für den Auslandseinsatz positiv abschließen.

Wie kann ich Scharfschützin oder Scharfschütze werden?

Eine Scharfschützen-Ausbildung ist zumeist im Zuge der Ausbildung in der Waffengattung Jäger integriert. Eine ständige Einteilung als Scharfschützin oder Scharfschütze ist jedoch nicht vorgesehen.

Wenn ich drei Jahre lang in einer Kaderpräsenzeinheit meinen Dienst versehe, kann ich danach in die Berufsoffiziers- oder Berufsunteroffizierslaufbahn wechseln?

Ja, wenn alle Voraussetzungen gegeben sind – die psychologische Eignung, der bestandene Deutschtest und die bestandene Schwimmprüfung.

Ich bin über 40 Jahre alt und Wachtmeister der Miliz. Ich möchte als Berufsunteroffizier einsteigen, geht das?

Ja, das Alterslimit für den Einstieg wurde für Berufsunteroffiziere aufgehoben. Wehr- und Dienstrecht beschränken aber, bis wann Sie den Ausbildungsdienst abgeschlossen haben müssen – spätestens mit 50 Jahren.

 

Fragen zu Bewerbung und Voraussetzungen

 

Welche Dokumente muss ich bei der Bewerbung vorweisen?

  • Freiwillige Meldung zum Ausbildungsdienst
  • Staatsbürgerschaftsnachweis der Republik Österreich
  • Geburtsurkunde
  • Meldebestätigung
  • Reifeprüfungszeugnis – oder Abschlusszeugnis der 9. Schulstufe (bzw. letztes Zeugnis) und Zeugnis der Lehrabschlussprüfung (wenn vorhanden)

Alle Unterlagen müssen dem Heerespersonalamt im Original vorliegen (selbstverständlich werden die Originaldokumente wieder retourniert).

Kann ich ohne Bewerbungsunterlagen ein Vorbereitungswochenende machen?

Nein. Ein Vorbereitungswochenende ist nur möglich, wenn bereits alle Bewerbungsunterlagen vollständig beim Heerespersonalamt eingelangt sind und bearbeitet wurden. Die Bearbeitung Ihrer Unterlagen erfolgt unverzüglich nach deren Eintreffen – ein Vorbereitungswochenende können Sie also schon wenige Tage danach absolvieren.

Ich habe Zivildienst geleistet und interessiere mich für eine Karriere beim Bundesheer. Ist das noch möglich?

Ja, Sie müssen dazu vorab einen Antrag auf Erlöschen der Zivildienstpflicht (PDF) an die Zivildienstserviceagentur stellen. Kümmern Sie sich rechtzeitig darum - die Bearbeitung dauert erfahrungsgemäß bis zu sechs Wochen. Nach Erhalt des Bescheides können Sie Ihre Laufbahn beim Bundesheer beginnen.

Kann ich mich schon mit 17 Jahren für eine Laufbahn melden?

Ja, dafür ist aber das Einverständnis des Erziehungsberechtigten notwendig. Bei einer Bewerbung müssen Sie zusätzlich zu den Bewerbungsunterlagen das Formular „Einverständniserklärung“ vorlegen.

Brauche ich die Matura?

Wenn Sie Berufsoffizier oder Milizoffizier werden möchten, ja. Auch angehende Eurofighter-Pilotinnen oder -Piloten brauchen Matura. Für alle anderen Karrierewege ist die Reifeprüfung keine Voraussetzung.

Ich habe bereits einen Einberufungsbefehl, möchte mich aber so rasch als möglich verpflichten. Geht das?

Ja, Sie können sich jederzeit freiwillig zum Ausbildungsdienst melden. Ihr bisheriger Einberufungsbefehl ist aber so lange gültig, bis Sie einen neuen bekommen.

Kann ich mich auch um einen zivilen Job beim Bundesheer bewerben?

Ja, ausgeschriebene Arbeitsplätze finden Sie über die Jobbörse des Bundes. Um Jobs beim Bundesheer anzuzeigen, wählen Sie auf dieser Website das Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport aus.

Wenn ich die "Freiwillige Meldung zum Ausbildungsdienst" unterschreibe, bin ich dann schon eine Verpflichtung eingegangen oder kann ich es mir noch anders überlegen?

Die "Freiwillige Meldung zum Ausbildungsdienst" kann bis einen Tag vor dem tatsächlichen Einrücken zurückgezogen werden – das heißt, das bloße Unterschreiben und die Absolvierung der Eignungsprüfung verpflichten zu nichts.

Ist eine Doppelstaatbürgerschaft ein Problem?

Jeder Fall einer Doppelstaatsbürgerschaft wird individuell geprüft.
Grundsätzlich sind Doppelstaatsbürgerschaften mit EU-Ländern kein Problem. Sollte Sie das betreffen, müssen Sie mit Ihren Bewerbungsunterlagen auch das Formular „Erklärung zur Doppelstaatsbürgerschaft“ einbringen.
Doppelstaatsbürgerschaften mit Nicht-EU-Ländern sind nicht zugelassen: Solche Personen werden nur zugelassen, wenn sie alle anderen Staatsbürgerschaften außer jener Österreichs zurückgelegt haben und dies durch einen Beleg nachweisen können.

Was ist zu tun, wenn ich früher eine andere Staatsbürgerschaft gehabt habe?

Dann müssen Sie in Ihren Bewerbungsunterlagen die Zurücklegung der ehemaligen Staatsbürgerschaft per Urkunde nachweisen und die Verleihungsurkunde der österreichischen Staatsbürgerschaft vorlegen.

 

Fragen zur Eignungsprüfung

 

Warum gibt es unterschiedliche sportliche Einstiegsüberprüfungen für die Offiziers-/Unteroffizierslaufbahn und die Kaderpräsenzeinheiten?

Weil als angehende Berufssoldatin bzw. angehender Berufssoldat andere Eigenschaften gefragt sind als für den Dienst in der Auslandseinsatzbereitschaft.

Welche Altersgrenzen gibt es für den Dienst beim Bundesheer?

  • Für angehende Berufsoffiziere: 37 Jahre beim Auswahlverfahren für die Militärakademie
  • Für angehende Berufsunteroffiziere: kein Alterslimit
  • Für angehende Milizoffiziere oder Milizunteroffiziere: 37 Jahre bei Beginn der Ausbildung

Mit welcher Wertungsziffer kann ich mich beim Bundesheer bewerben?

Ab Wertungsziffer 5 ist eine Bewerbung möglich.

Meine bisherige Wertungsziffer ist unter 5. Kann ich mich trotzdem beim Bundesheer bewerben?

Bei einer Wertungsziffer von 2, 3 oder 4 entscheiden die Amtsärztinnen und -ärzte des Heerespersonalamts bei einer neuerlichen Untersuchung, ob Ihre Wertungsziffer auf 5 angehoben werden kann.

Wann kann ich die Eignungsprüfung absolvieren?

Wenn Sie alle Bewerbungsunterlagen übermittelt haben, weist Ihnen das Heerespersonalamt einen Termin für die Eignungsprüfung zu.

Kann ich die Eignungsprüfung auch ohne Bewerbungsunterlagen absolvieren?

Nein.

Wie kann ich mich auf die Eignungsprüfung vorbereiten?

Die Eignungsprüfung besteht aus einem sportlichen und einem psychologischen Teil sowie einer Deutschüberprüfung. In manchen Fällen, so zum Beispiel bei Frauen oder, wenn Ihre letzte militärmedizinische Untersuchung länger als fünf Jahre zurückliegt, wird auch eine medizinische Untersuchung durchgeführt. Die sportlichen Erfordernisse sehen Sie hier:

Wo findet die Eignungsüberprüfung für den Ausbildungsdienst statt?

Die Eignungsprüfung absolvieren Sie in Oberösterreich in der Hessen-Kaserne, 4600 Wels, Garnisonstraße 1.

Wie und wo kann ich meinen Eignungsprüfungstermin abfragen oder verschieben?

Für Fragen bezüglich eines Eignungsprüfungstermins (oder auch einer Verschiebung) wenden Sie sich bitte an das Einplanungsteam für Eignungsprüfungen unter der Telefonnummer: 050201 4326435.

Kann ich ohne bestandene Deutsch- oder Sportprüfung einrücken?

Ja, aber Sie können mit Ihren konkreten Laufbahnkursen erst dann beginnen, wenn Sie alle Bereiche der Eignungsprüfung bestanden haben. Sie rücken im Falle des Nicht-Bestehens der Deutsch- oder Sportprüfung bereits bei der Truppe ein und beginnen mit Ihrer Basisausbildung. Erst wenn Sie alle nachträglichen Prüfungen bestanden haben, beginnt Ihre weitere Ausbildung.

Kann ich eine Trainingsberatung für die sportliche Überprüfung bekommen?

Ja, beim Vorbereitungswochenende wird ein individueller Trainingsplan für Sie erstellt. Sie können am Vorbereitungswochenende teilnehmen, sobald Sie Ihre freiwillige Meldung abgegeben haben.

Gibt es eine Mindestgröße für Soldatinnen und Soldaten? Und wie sieht es mit der Mindestgröße bei der Militärpolizei aus?

Ja, alle Soldatinnen und Soldaten müssen mindestens 155 cm groß sein. Bei der Militärpolizei dürfen Frauen nicht kleiner als 163 cm sein, für Männer gilt eine Mindestgröße von 168 cm.

Ich habe vor zwei Jahren abgerüstet und möchte mich nun verpflichten. Muss ich die medizinische Untersuchung noch einmal machen?

Grundsätzlich nein, da jede militärmedizinische Untersuchung fünf Jahre lang gültig ist. Sollten Sie eine freiwillige Meldung abgeben, wird Ihnen ein medizinischer Fragebogen zugesandt, welchen Sie nach bestem Wissen und Gewissen ausfüllen müssen. Wenn alles passt, gilt die letzte Untersuchung.

Kann man Militärpilotin oder -pilot werden, wenn man eine Brille trägt?

Ja. Wichtig ist, dass Sie im Rahmen der Stellung oder bei der militärmedizinischen Untersuchung im Rahmen der Eignungsprüfung zumindest die Wertungsziffer 7 erreichen. Ob die Fehlsichtigkeit für die Ausbildung zur Militärpilotin oder zum Militärpiloten zu groß ist, stellen wir bei der Untersuchung Ihrer Fliegertauglichkeit fest.

Ich habe nur eine Niere. Kann ich mich für den Ausbildungsdienst freiwillig melden?

Nein, da das Fehlen eines Organes, welches paarig angelegt ist, grundsätzlich ein Ausschlusskriterium ist. Gleiches gilt, wenn Sie nur mit einem Auge sehen können oder nur mit einem Ohr hören können. Eine endgültige Beurteilung trifft jedoch der zuständige Militärarzt (es gibt auch Ausnahmen).

 

Fragen zur Ausbildung

 

Komme ich an den Wochenenden heim?

Grundsätzlich ist Dienst von Montag bis Freitag – allerdings gibt es Ausbildungsabschnitte, in denen Sie auch am Wochenende Dienst haben werden. Manchmal hat das organisatorische Gründe – etwa, weil es schwierig wäre, eine zweiwöchige Alpinausbildung auf einem weit entfernten Truppenübungsplatz zu unterbrechen. Oder wenn Feiertage so fallen, dass die Ausbildung "nachgeholt" werden muss, kann es sein, dass Sie auch am Samstag Dienst haben.

Kann ich in jeder Kaserne mit der Ausbildung beginnen?

Nein. Die Ausbildung startet in „Lehrkompanien“. Wo genau Sie einrücken, besprechen Sie nach bestandener Eignungsprüfung im während des sogenannten Einplanungsgesprächs.

Wie lange dauert die Ausbildung beim Bundesheer?

Die Dauer ist davon abhängig, für welche Laufbahn Sie sich entscheiden. Die Ausbildung dauert für Berufsunteroffiziere 18 Monate und für Berufsoffiziere 48 Monate. Wenn Sie im Monat März mit der Ausbildung beginnen, verlängert sich die Ausbildungszeit um 6 Monate.

Wann beginnt die Unteroffiziersausbildung?

In den Monaten März und September.

Wann komme ich in der Ausbildung nach Hause?

Sie werden durchschnittlich 50 Stunden pro Woche im Dienst sein. Die Wochenenden sind überwiegend dienstfrei (außer bei längerdauernden Übungen oder Ausbildungen sowie rund um Feiertage). Zusätzliche Ausnahmen kann der Einheitskommandant genehmigen.

Habe ich während der Ausbildung Anspruch auf Urlaub?

Ja, als sogenannte Person im Ausbildungsdienst (PiAD) haben Sie Anspruch auf 30 Werktage Dienstfreistellung pro Jahr. Als Militärperson auf Zeit, falls Sie sich also zum Dienst in einer Kaderpräsenzeinheit entschieden haben, haben Sie 25 Arbeitstage pro Jahr Urlaub.
Solange Sie sich in der Ausbildung zum Unteroffizier oder Offizier befinden, müssen Sie den Urlaub geblockt nehmen:

  • zwei Wochen zu Weihnachten/Neujahr während der Kaderanwärterausbildung 1
  • eine Woche zu Ostern während der Kaderanwärterausbildung 2
  • zwei Wochen im August während der Kaderanwärterausbildung 2
  • zwei Wochen zu Weihnachten/Neujahr während der Kaderanwärterausbildung 3 (gilt nur für angehende Berufsunteroffiziere)

Haben Frauen eine etwas „leichtere“ Ausbildung als Männer?

Die Ausbildung ist für Männer und Frauen gleich. Es wird kein Unterschied gemacht. Lediglich im Sport müssen Frauen andere Limits erbringen.

Wird mir die Ausbildung beim Bundesheer im zivilen Bereich angerechnet?

Teilweise – einige Teile der Ausbildung werden im zivilen Bereich angerechnet. Sie können sich etwa die IT-Kenntnisse, die Sie beim Bundesheer erwerben, als Computerführerschein anrechnen lassen. In vielen anderen Bereichen kommt es aber auf die Details an – nähere Informationen bekommen Sie bei Ihrer Einheit oder Ihrem Militärkommando.

Ich habe einen zivilen Flugschein. Wird dieser bei der Militärpilotenausbildung anerkannt?

Nein.

Ich spiele Fußball in der Landesliga – kann ich meinem Verein sagen, dass ich uneingeschränkt zur Verfügung stehe?

Nein. Zwar können Sie in Ihrer Freizeit machen, was Sie wollen – allerdings gilt es, Folgendes zu bedenken: Erstens wird die Ausbildung teilweise weit weg von Ihrem Heimatort stattfinden, zweitens sind durchschnittlich 50 Wochenstunden zu absolvieren, was auch Dienst bis in die Nacht bedeutet. Und drittens ist die körperliche Anstrengung im Rahmen der Ausbildung nicht zu unterschätzen.

 

Fragen zu Geld und Recht

 

Was sind meine Vorteile im Ausbildungsdienst (Wohnkosten usw.)? Habe ich diese auch als Militärperson auf Zeit?

Im Ausbildungsdienst verdienen Sie mehr als im Grundwehrdienst. Sie erhalten im Ausbildungsdienst pro Monat ca. 1.030,- Euro netto. Weiters haben Sie Anspruch auf Wohnkostenbeihilfe und Familienunterhalt, sofern die Voraussetzungen gegeben sind. Außerdem erhalten Sie kostenlose Unterkunft und Verpflegung sowie Freifahrt auf dem ÖBB-Streckennetz. Als Militärperson auf Zeit bekommen Sie ein höheres Grundgehalt (und das 14 Mal jährlich), sie haben aber keinen Anspruch auf Wohnkostenbeihilfe, Familienunterhalt, Verpflegung, Unterkunft oder ÖBB-Freifahrt.

Was ist eine Rückzahlungsverpflichtung und wann wird sie schlagend?

Die Rückzahlungsverpflichtung betrifft nur Männer, die anstelle ihres Grundwehrdienstes den Ausbildungsdienst beginnen. Sie können den Ausbildungsdienst jederzeit zum Monatsletzten beenden und werden mit dem darauffolgenden Tag in den verbleibenden Grundwehrdienst übergeleitet. Wer sich zum Ausbildungsdienst verpflichtet erhält mehr Geld als im Grundwehrdienst. Wenn Sie abbrechen, müssen Sie jene Summe, die Sie mehr verdient haben, wieder zurückzahlen – das ist die Rückzahlungsverpflichtung.

Kann mir meine Firma kündigen, wenn ich für eine Zeit zum Bundesheer gehe?

Für jene Zeit, in der Sie einen Ausbildungsdienst leisten, haben Sie einen Kündigungsschutz.

Bin ich beim Dienst auf Zeit als Militärvertragsbedienstete(r) arbeitslosenversichert?

Ja, alle Militärvertragsbediensteten in den Kaderpräsenzeinheiten sind arbeitslosenversichert.

Habe ich eine Rückzahlungsverpflichtung, wenn ich als Soldatin einer Kaderpräsenzeinheit schwanger werde?

Nein, Sie gehen im Rahmen Ihres Vertrages gemäß dem gültigen Gesetz in Mutterschutz und kehren nach der Karenz wieder an Ihre Dienststelle zurück.