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Der Militärpilot

Werden Sie zum Überflieger

Sie sind körperlich top-fit, lieben die Höhe und möchten Ihre Leidenschaft zum Beruf machen? Als Pilotin oder Pilot des Bundesheeres werfen Sie ein wachsames Auge auf den Luftraum Österreichs und sorgen in unterschiedlichen Einsatz­szenarien für Unterstützung aus der Luft.


Ob Helikopter, Transportmaschine oder Kampf-Jet: Wir bieten Ihnen eine umfangreiche Ausbildung zum Piloten am Fluggerät Ihrer Wahl. Neben der Überwachung, der Sicherung und der Verteidigung unseres Luftraumes sind Sie für den Transport unserer Truppen zuständig und unterstützen die Bevölkerung in Katastrophenfällen, wie beispielsweise bei Bergunglücken, Waldbränden, Hochwasser und dringenden Krankentransporten.

Damit Sie mit der Ausbildung durchstarten können, benötigen Sie neben psychischer und physischer Fitness einen Pflichtschulabschluss sowie mindestens Wertungsziffer sieben. Um Pilot des Kampf-Jets Eurofighter zu werden, benötigen Sie darüber hinaus die Matura, denn diese Ausbildung schließen Sie als Offizier ab. Ihre Karriere als Militärpilotin oder Militärpilot beginnt mit der Abgabe der freiwilligen Meldung zum Ausbildungsdienst.

[Bild: Helikopter hebt ab]

IHR PROFIL

  • Pflichtschulabschluss bzw. Matura
  • Keine Vorstrafen
  • Wertungsziffer mindestens 7 
  • Körperliche und geistige Fitness
  • Farbtauglichkeit
  • Maximal +/- 5 Dioptrien

ALLE FACTS ZUR AUSBILDUNG

Ready for take off? Erfüllen Sie sich den Traum vom Fliegen! Ihre Ausbildung besteht aus drei Teilen und dauert mindestens drei Jahre.


TEIL 1 – DIE BASICS

Nachdem Sie die freiwillige Meldung abgegeben haben, absolvieren Sie den ersten Teil Ihrer Ausbildung. In den ersten fünf Monaten lernen Sie die wichtigsten militärischen Grundlagen, wie den richtigen Umgang mit Ihrer Ausrüstung oder das Zurechtfinden im Gelände. Während dieser Zeit absolvieren Sie auch das Fliegerische Assessment, eine Überprüfung mit besonderem Fokus auf die hohen psychologischen Anforderungen, die an Pilotinnen und Piloten gestellt werden. Die Ausbildung beginnt im März oder im September.

TEIL 2 – DIE FLIEGER- UND FLIEGERABWEHRTRUPPENSCHULE

Den zweiten Teil der Ausbildung verbringen Sie mit anderen angehenden Pilotinnen und Piloten an der Flieger- und Fliegerabwehrschule in Langenlebarn (NÖ). Während diesen sieben Monaten sammeln Sie vor allem Erfahrungen am Flugsimulator und absolvieren erste praktische Flugstunden mit der Propellermaschine Pilatus PC-7.

TEIL 3 – DIE AUSBILDUNG ZUR EINSATZPILOTIN ODER ZUM EINSATZPILOTEN

Je nach Flugzeug- oder Hubschraubertyp dauert der letzte Teil der Ausbildung weitere zwei bis vier Jahre. In dieser Phase verfeinern Sie Ihr Flugverständnis am Simulator, sammeln fleißig Meilen in der Luft und absolvieren den dritten Part des Auswahl­verfahrens. Abhängig von Ihrem ausgewählten Fluggerät werden Sie auf die verschiedenen Standorte der Flieger- und Fliegerabwehr­truppenschule aufgeteilt, wo Sie die Basisausbildung zum Hubschrauber-, Flächen- oder Jetpiloten absolvieren.

[Bild: Helikopter landet]

DAS AUSWAHL­VERFAHREN IM DETAIL

Das Auswahlverfahren findet begleitend zur Ausbildung statt und besteht aus drei Schritten:


DIE UNTERSUCHUNG ZUR FLIEGERTAUCHGLICHKEIT

Vor der Grundausbildung wird Ihre medizinische, psychologische und sportliche Fitness anhand von detaillierten Screenings und Tests überprüft. Bei der Auswahl unserer zukünftigen Pilotinnen und Piloten legen wir einen besonderen Fokus auf Merkfähigkeit, Konzentrations­vermögen und räumliche Vorstellungskraft. Die Untersuchungen finden in Wien-Stammersdorf statt und dauern zwischen zwei und fünf Tage.

FLIEGERISCHES ASSESSMENT

Am Ende der Grundausbildung kehren Sie erneut für drei Tage nach Wien-Stammersdorf zurück. Dort werfen wir einen genauen Blick auf Ihre sozialen Kompetenzen, wie etwa Teamfähigkeit und Führungs­qualität. Sollte es Ihr Ziel sein, später als Pilotin oder Pilot des Eurofighters zu fliegen, warten auf dem Weg dorthin zusätzliche herausfordernde Tests und Prüfungen auf Sie.

PRAKTISCHE FLIEGERISCHE EIGNUNGSFESTSTELLUNG

Nachdem Sie Ihre Grundausbildung und die ersten Untersuchungen positiv abgeschlossen haben, geht es endlich ans Fliegen. Die nächsten zweieinhalb Monate verbringen Sie an der Flieger­schule in Zeltweg, wo Sie Ihre praktischen Fähigkeiten unter Beweis stellen werden. An diesem Punkt entscheidet sich, ob Sie tatsächlich als Pilotin oder Pilot geeignet sind – nach einer Vorbereitungs­woche steigen Sie zum ersten Mal in ein kleines Flugzeug und absolvieren insgesamt 25 Flugstunden.